Andreas Lustenberger

  • Name

    Lustenberger

  • Vorname

    Andreas

  • Geburtsdatum

    16.04.1986

  • Website

    http://www.andreaslustenberger.ch

  • Partei

    Alternative – die Grünen Zug

  • Kanton

    Zug

  • Gemeinde

    Baar

  • Ämter

    Kantonsparlament

Zug: Kantons- und Regierungsratswahlen 2026

100% umweltfreundlich

100% beantwortet

  • Für die Umwelt

Die Abstimmungen im Detail nach Themen sortiert.

Klima100% umweltfreundlich

  • GOOD
    Befürworten Sie, dass der Kanton Zug einen substanziellen Teil der Einnahmen aus der OECD-Mindeststeuer zugunsten der Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel einsetzt?

    Der Kanton Zug dürfte mit der OECD-Mindeststeuer rund 300 Millionen Franken pro Jahr einnehmen. 75 Prozent dieser Steuereinnahmen verbleiben in Zug und können durch den Kanton eingesetzt werden, das wären 225 Millionen Franken. Zum Vergleich: 2024 hat der Kanton Zug 500 energetische Gebäudesanierungen mit insgesamt 9,7 Millionen Franken unterstützt.
    • Treibhausgase
  • GOOD
    Setzen Sie sich dafür ein, dass sich der Kanton Zug das rechtlich verbindliche Ziel setzt, die Treibhausgasemissionen bis spätestens 2040 auf netto null zu reduzieren?

    In der aktuellen Klimastrategie des Kantons Zug steht das Ziel, die Treibhausgasemissionen im Kanton Zug bis 2050 auf netto null zu bringen. Gleichzeitig betonen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass die Senkung der Treibhausgasemissionen möglichst rasch geschehen muss, um die globale Erwärmung zu bremsen.

    • Treibhausgase

Energie100% umweltfreundlich

  • GOOD
    Soll der Kanton Zug die Pflicht einführen, dass neu Heizungen ausschliesslich mit erneuerbaren Energien betrieben werden dürfen?

    Treibhausgasemissionen stammen im Kanton Zug zu einem guten Drittel aus dem Sektor Gebäude (vgl. Energie- und Klimastrategie Zug, S. 8). Technologisch gesehen könnten diese Emissionen durch den Ersatz fossiler Heizungen bereits heute gänzlich vermieden werden. Massnahmen im Gebäudesektor liegen in der Hoheit der Kantone.

    • Erneuerbare Energien
  • GOOD
    Befürworten Sie, dass im Kanton Zug Windräder an Lagen gebaut werden, die in Punkto Biodiversität und Umwelt unbedenklich sind?

    Windkraftanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung der Schweiz. Sie helfen, fossile Energien abzulösen und den CO₂-Ausstoss zu reduzieren. Als Teil eines effizienten Energiemix liefern sie konstant Strom, auch in der Nacht und im Winter. Die Kantone bezeichnen über den Richtplan Eignungsgebiete für Windkraftanlagen und Windparks. Diese Eignungsgebiete müssen Konflikte mit Biodiversität und Umwelt vermeiden ( z.B. mit Vögeln, Fledermäusen etc.).


    • Erneuerbare Energien
  • GOOD
    Unterstützen Sie eine Solarpflicht bei Dachsanierungen?

    Das Energiegesetz sieht eine Pflicht zur Eigenstromerzeugung bei Neubauten vor – ein entscheidender Schritt für den Klimaschutz. Würden auch bei Dachsanierungen PV-Anlagen aufgebaut, würde dies ein grosses Potenzial an erneuerbaren Energien erschliessen. Aktuell werden im Kanton Zug lediglich neun Prozent des vorhandenen Potenzials auf Dachflächen genutzt.


    • Erneuerbare Energien

Konsum und Wirtschaft100% umweltfreundlich

  • GOOD
    Soll das Eigenkapital des Kantons Zug mehrheitlich nach ESG-Kriterien angelegt werden?

    Ein Bericht des BAFU vom November 2020 bestätigt, dass Banken und Versicherungen, aber auch die Pensionskassen mit ihren Investitionen die Kohle- und Erdölindustrie finanzieren. Damit hindern sie die Schweiz daran, die Finanzflüsse gemäss dem Pariser Klimaabkommen netto null kompatibel auszurichten. Mit den ESG-Kriterien (ESG = environment, social, governance) definieren die Vereinten Nationen Standards für die Bereiche Umwelt und Soziales in der Unternehmensführung.
    • Sustainable Finance

Arten- und Naturschutz100% umweltfreundlich

  • GOOD
    Setzen Sie sich dafür ein, dass die kantonale Fachplanung "Ökologische Infrastruktur", die als Auftrag des Bundes und im Rahmen des Aktionsplans Biodiversität Schweiz 2023 erarbeitet worden ist, mit mehr personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet und effektiv umgesetzt wird?

    Die “Ökologische Infrastruktur” ist ein Netzwerk aus natürlichen und naturnahen Lebensräumen, das die biologische Vielfalt (Biodiversität) langfristig sichern soll. Der Aufbau einer Ökologischen Infrastruktur bis 2040 ist eines der zentralen Ziele der Biodiversitätsstrategie der Schweiz. Damit der Biodiversitätsverlust gestoppt werden kann, müssen die bestehenden Kerngebiete (Auen, Moore, Trockenwiesen, landwirtschaftliche Biodiversitätsflächen, Waldreservate, usw.) aufgewertet, ergänzt und optimal vernetzt werden. Dies bedingt zusätzliches Personal bei den Behörden und mehr finanzielle Mittel.

    • Gefährdete Arten
  • GOOD
    Sind Sie der Meinung, dass es für den Wolf im Kanton Zug keinen Platz hat?

    Seit 2018 wurde der Wolf im Kanton Zug immer wieder nachgewiesen. 2023 kam es zu einem grösseren Wolfsriss. Schäden werden entschädigt und der Kanton unterstützt Herdenschutzmassnahmen. Förster:innen sind der Ansicht, dass mit der Präsenz des Wolfs der Jungwald weniger von stationärem Wild verbissen wird. Eine Unterägerer Landwirtin verlangte mit einer Initiative eine praktisch wolfsfreie Schweiz.

    • Grossraubtiere
  • GOOD
    Befürworten Sie die Eröffnung der neuen Kiesgrube Bethlehem Süd-Ost unterhalb des Gubels?

    Gemäss dem kantonalen Kies- und Deponiekonzept von 2025 soll für die langfristige Sicherung der kantonseigenen Versorgung mit Kies ein ca. zehn Hektaren grosses Gebiet mit einem Abbauvolumen von 2.8 Millionen Kubikmetern Kies ausgeschieden werden. Das Gebiet ist vom Gubel aus gut einsehbar und liegt im Moränenschutzgebiet sowie im Landschaftsschutzgebiet von nationaler Bedeutung.

    • Raumplanung
  • GOOD
    Befürworten Sie eine Lockerung des Raumplanungsgesetzes, um Umnutzungen von nicht mehr verwendeten landwirtschaftlichen Bauten (Ställe, Remisen etc.) ausserhalb der Bauzone für Wohn- oder Gewerbezwecke zu erleichtern? (Hinweis: Die Zuständigkeit hierzu liegt beim Bundesparlament.)

    Gebäude, die für die Landwirtschaft nicht mehr gebraucht werden, können heute im Allgemeinen nur als Lager genutzt werden, nicht aber für ein anderes Gewerbe oder für das Wohnen. Damit soll die Belastung der Landschaft mit Verkehr und neuen Infrastrukturen vermieden werden.

    • Raumplanung
  • GOOD
    Befürworten Sie eine Reduktion des Nutztierbestands im Einzugsgebiet des Zugersees, um die Phosphor-Belastung des Sees zu reduzieren?

    Der Regierungsrat möchte den Phosphorgehalt im Zugersee von heute 80 mg P/m3 auf 30 mg P/m3 reduzieren. Als See-interne Massnahme ist dazu eine Belüftung des Sees angedacht. Als see-externe Massnahme steht die Reduktion des Nutztierbestands im Raum.
    • Landwirtschaft

Mobilität100% umweltfreundlich

  • GOOD
    Unterstützen Sie die von Bundesrat Albert Rösti geplante Einschränkung für Tempo 30 auf Hauptstrassen in den Gemeinden?

    Diese Einschränkungen basieren auf einem parlamentarischen Vorstoss, welcher Temporeduktionen auf verkehrsorientierten Strassen innerorts erschweren will.
    • Langsamverkehr
  • GOOD
    Würden Sie sich für die Schaffung von entsprechenden gesetzlichen Grundlagen einsetzen, um die Anzahl Parkplätze beim Bau von grösseren Überbauungen, Einkaufszentren oder Freizeitanlagen zu beschränken? (z.B. maximal 60% der bisherigen Pflichtparkplätze)

    Die bestehende Musterbauordnung des Kantons ist diesbezüglich offen gehalten, macht keine Vorschriften, sondern delegiert die Regelung an die Gemeinde. Übergeordnete kantonale Vorgaben fehlen im Kanton Zug.

    • Individualverkehr
  • GOOD
    Würden Sie die Einführung von Road-Pricing für die Ballungsräume zur Reduktion des Motorfahrzeugverkehrs befürworten?

    Das Erheben von Gebühren für die Strassenbenutzung ist ein erwiesenermassen wirksames Mittel, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und die Verkehrsteilnehmenden auf öffentliche Verkehrsmittel, Velo- und Fussverkehr zu verlagern.

    • Individualverkehr
  • GOOD
    Befürworten Sie einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs zwischen Baar/Zug und dem Ägerital als Anreiz zur Reduktion des Autoverkehrs?

    Nach der Ablehnung der beiden Tunnelvorlagen in Zug und Unterägeri hat der Kanton das Projekt ÖV-Systeme 2040 gestartet. Der breit abgestützte Teilnehmendenkreis hat in drei Workshops das Schwergewicht auf den Ausbau des Busangebots gelegt.

    • Öffentlicher Verkehr
  • GOOD
    Soll der Kanton Zug das System der Motorfahrzeugsteuer so anpassen, dass für Fahrzeuge mit höheren CO2-Emissionen mehr bezahlt werden muss?

    Mit einer Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern soll ähnlich der CO2-Abgabe die höheren CO2-Emissionen verursachergerecht finanziell belastet werden. Zudem soll der Umstieg auf die E-Mobilität beschleunigt werden.

    • Individualverkehr
  • GOOD
    Sollen der Kanton Zug und die Zuger Gemeinden zusätzliche Massnahmen ergreifen, um den Fuss- und Veloverkehr gegenüber dem motorisierten Privatverkehr zu fördern?

    Dies kann zum Beispiel mit der Schaffung von mehr Platz im Strassenraum für das Velo oder von separaten Velowegen geschehen. Das nationale Veloweggesetz ist seit dem 1.1.2023 in Kraft und der kantonale Richtplan des Kantons Zug wurde entsprechend angepasst, die Umsetzung soll bis 2042 erfolgen. Die bestehende Infrastruktur kann aber schon jetzt für Fuss- und Velofahrende sicherer und damit attraktiver gemacht werden.

    • Langsamverkehr