Jennifer Abderhalden

  • Name

    Abderhalden

  • Vorname

    Jennifer

  • Geburtsdatum

    27.11.1977

  • Website

    https://jennifer-abderhalden.ch/

  • Partei

    FDP.Die Liberalen

  • Kanton

    Appenzell A.-Rh.

  • Gemeinde

    Speicher

Appenzell Ausserrhoden: Ersatzwahl Nationalrat 2026

78.8% umweltfreundlich

92.9% beantwortet

  • Für die Umwelt
  • Eher für
  • Eher gegen
  • Keine Antwort

Die Abstimmungen im Detail nach Themen sortiert.

Klima87.5% umweltfreundlich

  • RATHER_GOOD
    Klimaziel Schweiz: Soll die Schweiz ihre Klimaziele durch den schrittweisen Ausstieg aus fossiler Energie mit Massnahmen im Inland erreichen, statt auf den Kauf von ausländischen Reduktionen zu setzen?

    Das aktuelle CO2-Gesetz und das Klimaschutz-Gesetz sehen keinen feste Begrenzung des Anteils von Auslandskompensationen zu. Auslandkompensation erlaubt es Ländern, im Ausland erbrauchte Emissionsreduktionsleistungen an ihre Emissionsreduktionsziele anzurechnen. Allein bis 2030 wären das rund 50 Millionen Tonnen CO2, die nicht in der Schweiz reduziert werden (dies entspricht in etwa dem Umfang der jährlichen Treibhausgasemissionen in der Schweiz).
    • Klimaerwärmung
  • GOOD
    Gebäude: Sollen Neuinvestitionen in fossile Heizungen auch nach 2030 weiterhin zulässig sein?

    Die internationale Energieagentur (IEA) hat bereits 2017 berechnet, dass das verbleibende weltweite CO2-Budget durch bestehende Anlagen und Produkte überbeansprucht wird. Um das 1.5°C-Erwärmungsziel nicht zu überschreiten, fordert die IEA deshalb, dass keine neuen Investitionen mehr in Fossilenergieanwendungen getätigt werden dürfen. Dazu gehört auch der Brennerersatz oder der Ersatz des Öltanks.
    • Klimaerwärmung

Energie62.5% umweltfreundlich

  • NO_ANSWER
    Energie: Soll der Neubau von AKW, welcher mit der Energiestrategie 2050 verboten wurde, zukünftig wieder erlaubt werden?

    Atomstrom weist zwar eine geringe CO2-Belastung auf, ist jedoch umweltschädlich (Uran-Abbau, radioaktive Abfälle) und der Betrieb von Atomkraftwerke ist mit Risiken verbunden. Aufgrund der hohen Kapitalintensität stehen sie zudem in Konkurrenz zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ein AKW-Neubau würde in der Konsequenz dazu führen, dass der Ausbau der Erneuerbaren gebremst und die Voraussetzungen für eine Dekarbonisierung des Energiesektors verschlechtert würden.
    • Atomenergie
  • GOOD
    Energie: Befürworten Sie Massnahmen, die stärkere Anreize für das Stromsparen setzen?

    Im Unterschied zum Ausland (EU, USA) kennt die Schweiz erst wenige marktwirtschaftlichen Instrumente, welche Haushalten und/oder Unternehmen finanzielle Anreize für weniger Energiekonsum schaffen. Beispiele, die im Ausland erfolgreich praktiziert werden, sind progressive Energietarife, Bonus-Malus-Systeme, Lenkungsabgaben, Verzichtsauktionen usw.
    • Energieeffizienz
  • RATHER_BAD
    Energie: Befürworten Sie, dass der Bund den Ausstieg aus fossilem Gas stärker steuert und unterstützt?

    Um die Energieversorgung zu dekarbonisieren ist nebst dem Ausstieg aus Erdöl auch der Ausstieg aus fossilem Gas, insbesondere im Bereich der Wärmeversorgung, unumgänglich. Die Schweizer Gasversorgung beruht heute grossmehrheitlich auf privatwirtschaftlichen Vereinbarungen. Der Bund setzt im Unterschied zum Strombereich praktisch keinerlei Leitplanken. Denkbare Regulierungen wären die Festlegung eines fossilen Ausstiegspfad, ein Nutzungsvorrang von Gas in gewissen Bereichen der Industrie, da dort Gas weniger einfach ersetzt werden kann als bei der Gebäudewärme, die finanzielle Unterstützung von Gemeinden und Städten bei der Stilllegung von Gasnetzen oder eine Förderpolitik für die Produktion synthetischer Gase oder Wasserstoff auf Basis erneuerbarer Energien.
    • Fossile Energie

Konsum und Wirtschaft75% umweltfreundlich

  • RATHER_GOOD
    Sustainable Finance: Befürworten Sie eine Anpassung des Finanzmarktrechts, um Greenwashing bei Finanzprodukten zu verhindern?

    In der Schweiz fehlt es derzeit an gesetzlichen Grundlagen zur Regulierung eines nachhaltigen Finanzmarktes und zur Bekämpfung von Greenwashing. Bislang gibt es keine spezifischen Anforderungen oder Mindestkriterien, unter welchen Finanzmarktprodukte- oder Dienstleistungen als nachhaltig gelten. Der Bundesrat hat Ende 2022 seinen Standpunkt zur Prävention von Greenwashing im Finanzmarkt festgelegt und zu dessen Umsetzung eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Ob ein regulatorischer Lösungsansatz, d.h. eine Anpassung des Finanzmarktrechts, zum Zuge kommt, ist zurzeit noch offen. Beispiele für eine Regulierung wären die Festlegung von Mindeststandards für klima- und umweltverträgliche Anlagen, oder entsprechende Anforderungen an die Offenlegung und Namensgebung von Finanzprodukten).
    • Sustainable Finance
  • RATHER_GOOD
    Konsum: Soll die Bewerbung von Fleischprodukten weiterhin stärker finanziell unterstützt werden als die Bewerbung von pflanzlichen Produkten?

    Die mit Steuergeldern finanzierte Bewerbung von tierischen Produkten ist viel höher als diejenige für pflanzliche Produkte. Dadurch wird der Konsum von tierischen Produkten stärker gefördert. Das ist nicht kohärent mit den Vorgaben des Bundes für eine gesunde und umweltfreundliche Ernährung. In die Absatzförderung von Schweizer Produkten fliessen jährlich über CHF 60 Mio. Davon fliesst ein Drittel in die Exportförderung von vorwiegend Käse. Ein weiterer Drittel wird für den Absatz von tierischen Produkten im Inland eingesetzt. Lediglich ein Achtel der Beiträge gehen an die Absatzförderung von pflanzlichen Produkten im Inland.
    • Nachhaltigkeit
  • RATHER_GOOD
    Märkte: Soll die Schweiz Unternehmen zu entwaldungsfreien Lieferketten bei relevanten Rohstoffen (Holz, Rindfleisch, Soja, Palmöl, Kakao, Kautschuk und Kaffee) verpflichten?

    Eine entsprechende Regulierung wird in der EU voraussichtlich per 2027 eingeführt. Eine entwaldungsfreie Lieferkette bedeutet, dass die Waldflächen erhalten und für die Produktion der Rohstoffe nicht in andere Nutzungsformen (Weiden, Äcker, Plantagen, Siedlungen etc.) umgewandelt werden dürfen.
    • Nachhaltigkeit

Arten- und Naturschutz81.3% umweltfreundlich

  • GOOD
    Schutzgebiete: Befürworten Sie mehr Fläche für die Biodiversität als bisher, insbesondere mehr Schutzgebiete von hoher Qualität?

    Die Schweiz hat aktuell 10,7 Prozent ihrer Landesfläche als Schutzgebiete gesichert. Der Durchschnitt anderer Länder Europas liegt bei 26,4 Prozent. Der Bundesrat hat sich im Rahmen der Strategie «Biodiversität Schweiz» zum Ziel gesetzt, bis 2040 die «Ökologische Infrastruktur», das dringend nötige Netz von ökologisch wertvollen Flächen, aufzubauen. Gemäss dem neuen internationalen Biodiversitätsabkommen (Kunming Montreal Biodiversity Framework) sollen weltweit bis 2030 insgesamt 30% der Fläche unter Schutz gestellt werden.
    • Gefährdete Arten
    • Naturschutzgebiet
  • RATHER_GOOD
    Biodiversitätsschädigende Subventionen: Soll die biodiversitätsschädigende Wirkung von Subventionen schneller abgebaut werden als vorgesehen und sollen neue schädigende Subventionen konsequent verhindert werden?

    Die Wissenschaft (Forschungsanstalt WSL) hat 2020 rund 160 Subventionen des Bundes im Umfang von 40 Milliarden Franken als biodiversitätsschädigend identifiziert. Diese sind gleich doppelt schädlich: einerseits indem Steuergeld ausgegeben und damit Schäden verursacht werden und andererseits indem Massnahmen finanziert werden müssen, um die Schäden wieder gutzumachen. 2020 hat der Bundesrat erst 8 dieser Subventionen in eine detaillierte Prüfung bis 2024 gegeben. Von einer Umwandlung oder Abschaffung ihrer biodiversitätsschädigenden Wirkung ist noch keine Rede.
    • Biodiversität
  • RATHER_GOOD
    Gewässerschutz: Befürworten Sie Abstriche bei der geltenden Gewässerschutzgesetzgebung (z.B. Restwassermengen) zugunsten der Produktion mit Wasserkraft?

    Das Gewässerschutzgesetz legt sogenannte «angemessene Restwassermengen» fest: Unterhalb von Wasserentnahmen muss genügend Wasser in Fluss- oder Bachbetten verbleiben, um den Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten, die Wasserqualität zu bewahren und die Speisung des Grundwassers sicherzustellen. Für Entnahmen, die vor 1992 bewilligt wurden, gelten diese Restwasserbestimmungen erst, sobald die Konzession für die Wasserkraftnutzung erneuert werden muss.
    • Gewässer
  • RATHER_GOOD
    Landwirtschaft – Pestizide: Befürworten sie die Einführung einer Lenkungsabgabe basierend auf der Toxizität der Pestizide, sofern die Pestizid-Belastung in Oberflächengewässern und im Grundwasser nicht substanziell zurückgeht?

    Der Absenkpfad Pestizide sieht eine Halbierung des durch das Ausbringen von Pestiziden vorhandenen Risikos bis 2027 vor. Die Wissenschaft schlägt Lenkungsabgaben nach Toxizität als effektive Massnahme vor. Ein solches Vorgehen wurde auch schon in anderen europäischen Ländern erprobt.
    • Landwirtschaft
    • Pflanzenschutzmittel

Mobilität87.5% umweltfreundlich

  • RATHER_GOOD
    Neue Autos: Sollen die Rahmenbedingungen für Autoimporteure so gesetzt werden, dass in der Schweiz nur noch fossilfrei betriebene Neuwagen (v.a. Elektroautos) verkauft werden, sobald diese beim Kauf nicht mehr teurer sind als identische Diesel- und Benziner-Modelle?

    Werden die Energiekosten für den Betrieb berücksichtigt ist das Fahren im Elektroauto schon heute billiger als bei Benzin- und Dieselfahrzeugen. Je nach Hersteller und Modell werden Elektroautos zwischen 2025 und 2032 beim Neuwagenkauf nicht mehr teurer sein als das identische Modell mit Benzin oder Diesel. Die aktuellen Vorgaben an die Autoimporteure können nicht verhindern, dass in der Schweiz trotz Elektroautoboom die Neuwagen mit den höchsten durchschnittlichen CO2-Emissionen von Europa verkauft werden. 7 europäische Staaten und 9 Autohersteller wollen ab 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr zulassen bzw. herstellen. Fahrzeuge, die bereits benutzt werden, und Occasionsverkäufe wären nicht betroffen.
    • Individualverkehr
  • GOOD
    Flugverkehr: Befürworten Sie eine Flugticketabgabe in Form einer Lenkungsabgabe mit Rückvergütung an die Bevölkerung?

    Der Flugverkehr ist in der Schweiz stark ansteigend und sorgt für steigende CO2-Emissionen. Bislang ist der Flugverkehr jedoch von der Klimagesetzgebung nicht betroffen. International wird in verschiedenen Ländern eine Flugticketabgabe erhoben. Eine neue Initiative möchte nun auch in der Schweiz eine Flugticketabgabe erheben und die Einnahmen als Lenkungsabgabe ggfs. teilweise in Form von Mobilitätsbons, an die Bevölkerung zurückverteilen.
    • Flugverkehr